X-Server mit XFree86-4.3.0.1

Während der Installation werden auch die Angaben für Grafikkarte und Monitor vom Installtionsprogramm abgefragt. Nachdem die Grafikkarte RADEON X700 noch relativ neu ist, ist es verständlich, dass XFree86-4.3.0.1, die bei Debian 3.1 dabei ist, noch Nachholbedarf hat. Um an einen funktionierden X-Server zu gelangen habe ich grundsätzlich drei Möglichkeiten:

  1. Benutzen des VESA-Treibers und Inkaufnahme, dass die Auflösung und XVideo eben nicht laufen
  2. Installation der proprietären ATI-Treiber
  3. X-Org 6.8.2 (xserver-xorg) bei Ubuntu Linux downloaden und installieren

Nun, obwohl Ubuntu auf Debian basiert und ich einige Dokumentationen über das Funktionieren des Ubuntu X-Org mit dieser Grafikkarte gelesen habe, habe ich mich dagegen entschieden. Eben weil ich Wert auf ein "sauberes" Debian lege und einem Distribrutions-Mischmasch lieber vermeide.
So habe ich mich für die Installation des ATI-Treibers "ati-driver-installer-10.20.8-i386" entschieden. Man bekommt ihn bei ATI. Nach dem Download machen wir die Datei noch ausführbar und starten den Installer als Root:

# chmod a+x ati-driver-installer-10.20.8-i386.run
# ./ati-driver-installer-10.20.8-i386.run

Jetzt wird eine XF86Config-4 von dem ATI-Installer generiert, mit der ich selber nicht glücklich geworden bin. Immerhin habe ich mit dem 15.4" WXGA-Monitor ein Seitenverhältnis von 16:1 und die größte Auflösung ist 1280x800. Also die übliche Auflösung von 1280x1024 Pixel passt nicht auf den Monitor. Nebenbei erwähnt der Installer installiert den Treiber "fglrx", der beim Start des X-Servers geladen wird.

So, die Datei XF86Config-4 einfach unter /etc/X11/ abspeichern und mit

# /etc/init.d/gdm start

den X-Server starten, dann gelangen wir zum graphischen Login des KDE.

Wer X.Org 7.2 installiert hat, weil er gleich nach der Etch-Installation auf Lenny ein Upgrade gemacht hat, braucht  die ATI-Treiber nicht nachzuinstallieren, da sie bereits in X.Org 7.2 enthalten sind.

Achtung!

Ein Phänomen ist mir erst aufgefallen, nachdem ich einmal meine USB-Maus nicht mit dabei hatte. Beim Booten des X-Servers bekam ich ohne weitere Änderungen an der XF86Config-4 die Meldung über den erfolglosen Versuch den Server zu starten. Sobald ich jedoch die USB-Maus in den Port gesteckt hatte, selbst wenn ich sie dann anschliessend wieder entfernte, ließ sich der Server starten.
Was ist da also abgelaufen? Offensichtlich ließ sich das Inputdevice des Touchscreen erst mit dem Laden des Inputdevice der USB-Maus initialisieren. Abhilfe schafft hier ein Eintrag in die /etc/modules für die beim Booten zu ladenden Module. Der Eintrag

mousedev

in die /etc/modules löst dieses Problem. So dass der X-Server auch ohne USB-Maus sich starten lässt.

Somit haben wir bereits eine funktionierende graphische Oberfläche, so dass wir bereits entspannt arbeiten und uns dem nächsten Punkt, dem ACPI-Support, widmen können.

 

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Aktualisiert am 27.04.2008

 

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