Gehen wir davon aus, dass wir unseren Server remote ein Kernel-Update verpassen wollen, dann kann es durch aus sein, dass der Kernel fehlerhaft ist. Mit GRUB ist es möglich, einen Fallback-Kernel zu booten.
Zunächst bauen wir wie unter "Kernel komplieren" beschrieben einen Kernel. Dann öffnen wir die Datei /boot/grub/grub.conf. Sollte diese Datei fehlen, dann legen wir sie an:
default saved
timeout 10
fallback 1
title A
root (hd1,0)
kernel /kernel-2.6.22
savedefault fallback
title B
root (hd2,0)
kernel /kernel-2.6.24
savedefault
Jetzt stellen wir GRUB so ein, dass er den neuen Kernel mit dem nächsten Bootvorgang lädt. Das ist sehr wichtig, sonst wird GRUB beim Booten mit error 15 stehen bleiben, das bezweckt das manuelle Entfernen der savedefault fallback-Zeile. Aus diesem Grund muß
grub-set-default 0
ausgeführt werden bevor der Kernel gebootet wird.
Reboot
Beim Reboot wird GRUB zuerst den neuen Kernel testen, wenn dennoch der Kernel Probleme hat, wird GRUB zum Fallback Kernel zurückgreifen.
Es läßt sich auch die Kernel-Option "panic=30" hinzufügen, dadurch wird der Kernel nach 30 Sekunden gebootet, sofern er Probleme hat.
Bei Fehler
Wenn der Bootvorgang fehlschlagen sollte, dann wird der Standardkernel um eins erhöht und das führt auf den alten Kernel. Der wird beim nächsten Reboot geladen.
Bei Erfolg
Startet der Kernel erfolgreich und wird beim nächsten Reboot der alte Kernel geladen, dann sollten wir jetzt die config editieren, oder
grub-set-default
ausführen.
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Aktualisiert am 26.03.2008