Antworten auf häufig gestellte Fragen

Ist Open Source Software sicher?

Eindeutig ja. Denn in Open Source Software fließt das Wissen und die Erfahrung unzähliger Anwender und Entwickler ein. Ganze Entwicklergruppen bilden sich und arbeiten über die Grenzen hinweg zusammen - weltweit, rund um die Uhr. Die Quelltexte der Programmierung werden laufend geprüft, Probleme werden schnell somit erkannt und Fehler sofort behoben.

Sind Investitionen in Open Source Software zukunftssicher?

Nachdem an Open Source Software Produkten ständig von einer international besetzten Entwicklergemeinschaft gearbeitet wird, ebenfalls ja. Das heißt, der Fortschritt ist nie von einer einzelnen Person oder Unternehmensentscheidung abhängig. Open Source Software garantiert den allgemeinen Zugriff. Sie kann jederzeit weiterentwickelt, optimiert, kopiert und genutzt werden.
Im Vergleich dazu können die Hersteller von proprietärer Software jederzeit die Entwicklung und Unterstützung eines Softwareprodukts einstellen. Der Hersteller bleibt im Besitz des Urheberrechts. Niemand hat demnach die Möglichkeit, properietäre Software eigenständig weiterzuentwickeln oder zu kopieren. Dasselbe gilt, wenn der Hersteller konkurs geht. Dann geht auch die Weiterentwicklung und der Support verloren.

Wie verdienen die Entwickler von Open Source Software ihr Geld?

  • Beratung
  • Installation und Inbetriebnahme
  • individuellen Anpassungen der Software an Kundenbedürfnisse
  • Schulungen
  • Services für Ausfallsicherheit, Systemwartung, Softwarepflege und
  • regelmäßigen Updates der Software

 

Wie sieht die Haftung bei Open Source Software aus?

Alle Anwender erwarten eine funktionierende Software. Sobald Dienstleister mit Aufgaben rund um das Thema „Open Source“ beauftragt werden, haften diese dafür, dass der Auftrag korrekt ausgeführt wird. Der Umfang des Auftrages sollte zusammen mit einem Pflichtenheft fixiert sein. Eine Gewährleistung wird geregelt für

  • die Auswahl einer geeigneten Open Source Software,
  • die korrekte Installation,
  • Gewährleistungsansprüche für die Betriebssicherheit und
  • Anpassungen und Erweiterungen.

Welche Lizenzmodelle gibt es bei Open Source Software?

Es gibt zwei sehr weit verbreitete Lizenzmodelle:

GNU General Public License (GPL)

Die GPL garantiert den Anwendern die Freiheit, ein Programm unverändert oder modifiziert weiterzugeben. Diese Lizenz verpflichtet jedoch dazu, von GPL Software abgeleitete Programme wieder unter GPL stellen zu müssen. Erlaubt ist, mit GPL Software Geld zu verdienen, beispielsweise durch ein Angebot entsprechenden Supports oder mit der Vervielfältigung auf Datenträger. Die gekaufte Software selbst darf aber weiterhin beliebig oft weitergegeben werden.

BSD License

Diese Lizenz erfordert lediglich, dass der Lizenztext in den Quellen und Binärcode erhalten bleibt und der ursprüngliche Entwickler in abgeleiteter Software genannt und anerkannt wird. Eigene Erweiterungen müssen im Gegensatz zur GPL nicht weitergegeben werden.

Wie findet die Qualitätssicherung bei Open Source Software statt?

Open Source Software unterliegt einer ständigen Qualitätskontrolle. Aus Sicht der Programmierer ist eine Open Source Softwareentwicklung ein evolutionärer Prozess – es gibt immer Möglichkeiten, die Software zu optimieren oder zu erweitern. Schon deshalb sorgt ein dezentrales Netz von Anwendern und Entwicklern für die ständige Qualitätskontrolle. Es ist nachgewiesen, dass die Fehlfunktionen von Open Source Software auf einem sehr niedrigen Niveau liegen.