Netzwerk-Arten

LAN (Local Area Network)

So werden allgemein lokale Netzwerke bezeichnet. Dabei befinden sich alle beteiligten Clientcomputer und anderen Netzwerkgeräte in einer geschlossenen Örtlichkeit, meistens in einem einzigen Gebäude.

Ethernet

Dieses Kunstwort steht für die am weitesten verbreitete Technologie für LANs. Es wurde aus einem wesentlichen Merkmal des zugrundeliegenden Zugriffverfahrens abgeleitet. Ether ist hier kombiniert mit der Bezeichnung Net für Netzwerk.
Die ursprüngliche Ethernet-Version wurde 1976 unter Federführung der Firma Xerox entwickelt und unterstützte bereits eine maximale Datenrate von 10 MBit/s. Heute aktuell ist das fastethernet mit 100 Mbit/s, während die nächste Generation mit 1000 MBit (Gigabit-Ethernet) bereits auf vielen Servern Standard ist und nach und nach auch auf den Desktops und Notebooks einzieht.

WLAN (Wireless Local Area Network)

Nicht zu verwechslen mit WANs sind die WLANs, inzwischen in Mode gekommene Funknetzwerke. Obwohl zur Kommunikation zwischen den Netzwerkteilnehmern keine Kabel mehr benötigt werden, gelten WLANs nach wie vor als lokale Netzwerke. Denn die Reichweite zwischen der Funkbasisstation und den WLAN-Clients reicht gewöhnlich nur für kurze Distanzen (innen 30m/ aussen 300m). Dabei senken mehrere durchquerende Wände die Datentransferrate so signifikant, dass an ein normales Arbeiten nicht zu denken ist.

MAN (Metropolitan Area Network)

Ein MAN kennzeichnet ein Netzwerk, das sich über mehrere Standorte in einer abgegrenzten Region erstreckt. Typisch hierfür sind vernetzte Firmen-Filialen in einer Stadt oder ein Netzwerk auf dem Uni-Campus.

PAN (Personal Area Network)

Für kleine lokale Netzwerke in einem sehr kleinen, eingeschränkten Bereich wird diese Abkürzung genutzt. Man spricht dabei auch vom POS (Personal Operating System), der in etwa 10 Meter beträgt. Bluetooth-Geräte mit einem PAN-Profil (z.B. PDA's) können so direkt mit einem PC vernetzt werden.

WAN (Wide Area Network)

Als WAN wird schlichtweg ein Netzwerk bezeichnet, das sich über verschiedene geografische Standorte hinweg erstreckt. Über WAN-Verbindungen lassen sich lokale Netzwerke untereinander oder externe Arbeitsplätze mit einem LAN verbinden.

DFÜ (Datenfernübertragung)

So bezeichnet man allgemein eine direkte Verbindung zwischen zwei Computern ausserhalb eines lokalen Netzwerkes. Eine solche  Verbindung kommt meist über eine Einwahl  per Modem oder ISDN-Adapter zum Tragen. Allerdings sind Standleitungen ebenfalls denkbar.

RAS (Remote Access Service)

Hinter  RAS steckt ein Serverdienst mit dem Windows-Clients die Möglichkeit bekommen, sich über eine Modem-, ISDN- oder X.25-Verbindung mit dem lokalen Netzwerk zu verbinden. Dabei werden nicht nur unterschiedliche Clients unterstützt, sondern es besteht auch eine große Flexibilität in der Auswahl und Kombinationsmöglichkeit der verwendeten Netzwerkprotokolle.
Seit der 2000-Serverfamilie von Microsoft wird mit RRAS (Routing & Remote Access Service) der Verbindung dieses Dienstes mit den gesamten Routingfunktionen Rechnung getragen.

VPN (Virtual Private Network)

Ein Virtual Private Network (VPN) oder auch Virtuelles Privates Netzwerk ist ein Computernetz, das zum Transport privater Datenein das Internet nutzt. Teilnehmer eines VPN können Daten wie in einem internen LAN austauschen. Die einzelnen Teilnehmer selbst müssen hierzu nicht direkt verbunden sein. Die Verbindung über das öffentliche Netz wird üblicherweise verschlüsselt. Der Begriff „Private“ impliziert jedoch nicht, wie vielfach angenommen wird, dass es sich um eine verschlüsselte Übertragung handelt. Eine Verbindung der Netze wird über einen Tunnel zwischen VPN-Client und VPN-Server ermöglicht. Meist wird der Tunnel dabei gesichert, aber auch ein ungesicherter Klartexttunnel ist ein VPN.

Peer-to-Peer-Netzwerk

Peer-to-Peer bezeichnet die Kommunikation unter gleichberechtigten Netzwerkpartnern, in diesem Fall Clients.

In einem Peer-to-Peer-Netzwerk sind alle Computer gleichberechtigt und können sowohl Dienste in Anspruch nehmen als auch Dienste zur Verfügung stellen. Die Computer können als Arbeitsstationen genutzt werden, aber auch Aufgaben im Netz übernehmen.

In der Informationstechnik ist das Gegenteil zum Peer-to-Peer-Prinzip das Client-Server-Prinzip. Hier gibt es den Server, der einen Dienst anbietet, und den Client, der diesen Dienst nutzt. In Peer-to-Peer-Netzwerken ist diese Rollenverteilung aufgehoben. Jeder Host in einem LAN ist ein peer, denn er kann gleichzeitig Client und Server sein.