Domain Name Service (DNS)

Domain Name System bezeichnet die Methode der Auflösung von IP-Adressen in symbolische Namen und umgekehrt. Die gesamte Darstellung des DNS-Namensraumes erfolgt als Wurzelbaum. Jeder Knoten besitzt einen Namen (Label), der ohne die Angabe eines vollständigen (Fully Qualified) Namens nicht eindeutig ist.
Am Anfang dieses Wurzelbaumes, der im Übrigen der Struktur der UNIX-Dateisysteme entspricht, steht die Root, die durch einen Punkt dargestellt wird. Auf der zweiten Ebene erscheinen die Top-Level-Domains (TLD) mit denen sich Länder (de, uk, us, nl,...) und Organisationen (org, info, net, biz, edu,...) abbilden lassen. Im dritten Schritt folgen die Domains, die privat oder öffentlich sein können. Und zuletzt folgen die Hostnamen (www, ns1, ftp, mail,...), mit denen dann einzelne Rechner in der entsprechenden Domaine aufgelöst werden können. An dieser Stelle können selbstverständlich auch Subdomains und erst dann in einer vierten Ebene die Hosts definiert werden.

An dem Fully Qualified Domain Name "www.linuxmaker.com." sieht das Prinzip wie folgt aus. Von rechts nach links gelesen stellt der Punkt "." die Root-Ebene dar, gefolgt von der TDL "com" und der Domain "linuxmaker". Der Rechner, der die Website anbietet, wird mit "www" benannt.

Ein DNS-Nameserver wird also bei einer Browseranfrage nach www.linuxmaker.com diesen FQDN in eine IP-Adresse auflösen und die IP-Adresse an den Browser zurückschicken, so dass dieser die Website auf dem Webserver unter dieser IP-Adresse abrufen kann.

Domains und Zonen

Eine sehr wichtige Unterteilung in diesem Prinzip ist, der Unterschied zwischen Domain und Zone. Eine Domain beinhaltet alle unter ihm liegenden Domains, Zonen und Systeme (Hosts), somit gehören alle baumabwärts liegenden Verwaltungseinheiten zu dieser Domain. Da es aber zu aufwendig wird, alles auf dieser Ebene zu verwalten, wurden sogenannte Zonen eingerichtet. Diese Zonen konnten nun an die verschiedenen Einrichtungen und Unternehmen abgegeben werden, die die Verwaltung übernehmen und neue Knoten zeitnaher und schneller einbinden können. Jede Zone ist in sich abgeschlossen und beinhaltet nur die Knoten, die direkt zu ihr gehören. Sollten weitere Unterteilungen benötigt werden, so werden neue Zonen errichtet, die jedoch völlig unabhängig voneinander sind. An dieser Stelle werden DNS-Nameserver eingesetzt um die Verwaltung der Zonen zu übernehmen. Hierbei kann jedem Nameserver eine oder auch mehrere Zonen delegiert werden, für die er zuständig ist. Der DNS-Server hat dann die "Autorität" der entsprechenden Zone.

Generell besitzt jede Zone einen primären Nameserver ("primary Master", "Primary") und evtl. mehrere sekundäre Nameserver ("secondary Master", "Secondary"), die die Zonendaten untereinander austauschen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Eine Domain ist also ein logischer Oberbegriff, der zwar im täglichen Sprachgebrauch sehr häufig verwendet wird, im DNS wird jedoch lediglich mit Zonen gearbeitet. Oftmals findet auch keinerlei Unterscheidung statt, so dass die beiden Begriffe äquivalent behandelt werden.